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Nofollow im Anker-Tag

23.04.2014

Vorweg sei bemerkt: Es gibt kein Dofollow, so wie es in Foren oft zu lesen ist und von Einsteigern auch missverstanden werden kann. Ein einfacher Anker-Tag, in der Form <a href="Verweisziel.htm">, steht auf follow und zeigt den Suchmaschinen an, dass dies ein ganz normaler Verweis ist. Es muss den Suchmaschinen also nicht explizit mitgeteilt werden, dass sie dem Verweis folgen dürfen.

Der Sinn von nofollow

Nofollow soll den Suchmaschinen helfen den Kommentarspam unter Web2.0 zu erkennen und zu entwerten. Wird das Attribut eingesetzt zeigt es den Suchmaschinen an, dass sie diesem Verweis nicht folgen sollen.

Beispiel:

<a href="meine Zielseite" rel="nofollow">ich wurde entwertet</a>

Die Erfindung der Suchmaschinen gegen Spam

Das Attribut rel, mit dem Wert nofollow im a-tag, ist kein offizieller HTML-Standard. Es wurde 2005 von den Suchmaschinen eingeführt, allen voran natürlich Google, um Spammern den Anreiz zu nehmen, in Gästebüchern, Foren oder Blogs, in denen Jedermann Kommentare hinterlassen kann, sinnlose Einträge, alla "tolle Seite habt Ihr hier" incl. ihrer Webadresse, zu hinterlassen. Webmaster haben mit rel="nofollow" eine einfache Möglichkeit erhalten, den Suchmaschinen mitzuteilen, dass der Eintrag nicht in ihrem Interesse gesetzt wurde und möglicherweise auf eine Webseite verweist, die Spam enthält oder noch schlimmer, bereits als Bad-Neighborhood eingestuft wurde.

Weiterleitungen von Verweisen über jump-scripte, an eine teilweise über die robots.txt gesperrte Seite, sind seit der Erfindung von nofollow eigentlich überflüssig. Doch wie so oft bei der Optimierung von Webseiten, wurde die an sich gute Idee gegen Spam vorzugehen, von Seos maßlos übertrieben. Auch zahlreiche gute Verweise werden heute mit nofollow versehen und somit entwertet. Viele Webmaster setzen rel=nofollow aus purer Angst ein, den so genannten "Linkjuice" für ihre Unterseiten zu verlieren. Auch das PageRank sculpting, welches die Pr-Verteilung innerhalb der Website verschieben kann, ist eine Folgeerscheinung von nofollow.

Wann sollte nofollow eingesetzt werden

18.06.09

Nofollow sollte nur eingesetzt werden, wenn es sich bei den externen Verweisen, beispielsweise in Form von Signaturen in Kommentaren, wahrscheinlich um Spam handelt, dieser überhand nimmt und die Einträge nicht zeitnah überprüft werden können. Kein Webmaster freut sich, wenn seine Webseiten mit sinnlosen Spamkommentaren angereichert werden. Deshalb jedoch alle Kommentare auf nofollow zu setzen ist keine gute Lösung. Eindeutige Spameinträge mit nofollow zu kennzeichnen ist ebenfalls nicht der richtige Weg. Diese sollten besser komplett entfernt werden.

Gegenwärtig geht der Trend eher dahin, dass es kaum noch Verweise ohne nofollow gibt. Leider können Sie sich auch nicht darauf verlassen, dass Verweise in hochwertigen Kommentaren die Sie schreiben, die ursprünglich auf follow gesetzt wurden auch in Zukunft kein nofollow enthalten werden. Schnell ist der Schalter umgelegt und ein Verweis entwertet.

Google hat diese Entwicklung ebenfalls bemerkt und erste Schritte beim PageRank Sculpting eingeleitet. Wir vermuten, dass es ähnliche Entwicklungen auch für externe Verweise mit nofollow geben wird. Desweiteren denken wir auch, dass es kein besonders gutes Licht auf eine Website wirft, wenn durchweg alle externen Verweise auf nofollow stehen. Gibt der Webmaster doch damit bekannt, dass er ausschließlich externe Webseiten verknüpft, die nach seiner Meinung nichts wert sind. Dies kann auch darauf hindeuten, dass die Website redaktionell schlecht geführt und eher dem Selbstlauf überlassen wird. Es sollte den Suchmaschinen nicht schwer fallen auch dafür einen Filter zu finden.

Was bewirkt rel="nofollow" im Anker-Tag externer Verweise?

Bei dieser Frage gehen die Meinungen der Seo-Gemeinde weit auseinander. Einige behaupten, die Verweise und ihre Texte werden von Google bei der Pr-Berechnung und in den Serps berücksichtigt.

Schaut man in die Webmastertools, wird man tatsächlich unter den externen Verweisen für die eigene Website, einige finden, die mit nofollow gekennzeichnet sind. Dies läßt jedoch keine Schlüsse zu, ob und wie Google diese Verknüpfungen in die Bewertung von Webseiten einbezieht. Allerdings kann man daraus auch nicht schließen dass alle nofollow-Anker nun völlig wertlos sind. Es kann aber auch zur weitläufig bekannten Verschleierungstaktik von Google gehören, dass einige nofollow-Verweise in den Webmastertools angezeigt werden. Webmaster sollen dadurch den Glauben erhalten, dass diese Verknüpfungen ebenfalls wertvoll sind.

Nach unseren bisherigen Beobachtungen gibt es Anzeichen dafür, dass Google evtl. sogar Unterschiede in der Bewertung von nofollow-Verknüpfungen machen könnte. Je nach Vertrauenswürdigkeit der verweisenden Website, könnte der Verweis vielleicht doch gewertet werden. Nofollow-Verweise von Autoritäten, wie beispielsweise der Online-Enzyklopädie Wikipedia oder von bekannten Verlagen, könnten einen gewissen Wert besitzen. Eine Pr-Vererbung konnten wir jedoch nicht feststellen.

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