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Recherchen zum Ankertext

03.03.2008

Weshalb wertet Google nicht alle Verweise?

Diese Frage stellt sich nun und es gibt wie immer viele Gründe, die dafür in Frage kommen und jede Menge Spekulationsspielraum. Eine der einfachsten Erklärungen ist wohl, dass die Seite mit dem Verweis noch nicht gespidert wurde. War der Spider jedoch schon auf der Seite und der Verweis taucht auch nach mehreren Wochen noch nicht auf, scheint etwas im Argen zu liegen und das große Rätselraten geht los.

Angesichts der Tatsache, dass seit Dezember 2007 Textteile im Index fehlen, haben wir markante Ankertexte als Phrasen in Googles Suchschlitz eingegeben, um zu sehen, ob diese im Index sind. Ankertexte der externen Links aus den Webmastertools werden auf der jeweils verweisenden Seite auch gefunden und zwar egal ob sie einen grauen Balken hat oder mit pr ausgestattet ist. Ankertexte der Verknüpfungen außerhalb der in den Webmastertools angezeigten, bei denen wir vermuten, dass sie nicht gewertet werden, werden auch tatsächlich nicht gefunden. Es werden jedoch auch Linktexte gefunden, deren Verknüpfungen in den Webmastertools nicht angezeigt werden. Dies führen wir darauf zurück, dass einige Einträge in Katalogen auf Grund der Sortierreihenfolge ständig auf andere Unterseiten verschoben werden. Sind diese Seiten zu neu war Google eben noch nicht da, hat den alten Speicherort aber vielleicht schon gestrichen, weil diese Seite schon besucht wurde. Dies zeigt auch gleich die Wertigkeit sich ständig ändernder Linkspeicherorte. Die Ergebnisliste der Link-Abfrage in der Suchmaschine ebenso wie die Anzeige der externen Links in den Webmastertools wird leider nur alle drei Monate aktualisiert, sodass man nie den tatsächlichen Stand der Verknüpfungen sehen kann. Die beständigen Verweise sind aber immer mit dabei.

Uns ist aufgefallen, dass die Verweise aus Webverzeichnissen oft von Suchlisten und dann in Massen kommen und der eigentliche Speicherort des Eintrages ist nicht dabei. Es hat fast den Anschein, als ob in diesen Webverzeichnissen nur noch die wahrscheinlich massenhaft generierten Suchlisten gewertet werden, was wir für sehr ungesund halten und welches wir für ein Filterkriterium halten. Dass Suchlisten nicht beständig sind kann man sich auch an fünf Fingern abzählen.

Sind Einträge in Webverzeichnissen nun wertlos?

Bisher konnte ein Webverzeichnis recht gut nach seiner Pr-Verteilung auf den Unterseiten bewertet werden und die daraus resultierende Wertigkeit für den potentiellen Eintrag liess sich daraus ableiten. Jetzt kann man schon einmal sagen, dass in Sachen Pr ein Eintrag in einem Webkatalog eher keinen Wert mehr hat, da Unterseiten mit Pr dort kaum noch zu finden sind, erst recht nicht auf den Ebenen, wo noch ein Eintrag möglich wäre. Da man bei neuen Homepages aber um Anmeldungen in Webverzeichnissen fast nicht herum kommt, haben wir versucht heraus zu bekommen, ob die Verweise aus Webkatalogen wenigstens noch gewertet werden, etwas Linkpop bringen und neuen Websites noch zur Aufnahme in den Index verhelfen.

Da in den Webmastertools für unser Hauptprojekt noch viele externe Links aus Webkatalogen angezeigt werden, denken wir, dass diese Einträge nicht komplett wertlos sind. Wie aber erkennt man welcher Eintrag aus welchem Katalog noch etwas zählt, denn grau sind die Balken nach der Startseite fast alle und es gibt viele Einträge aus Webkatalogen, die scheinbar nicht mehr gewertet werden? Im Index scheinen die getesteten Seiten alle zu sein.

Zuerst haben wir uns aus den externen Links in den Webmastertools unseres Hauptprojektes ein Webverzeichnis herausgesucht, welches früher ordentlich Power hatte und von dem wir annehmen, dass die Einträge beständig sind, also einen festen Speicherplatz haben. Es gibt von dort einen Verweis von der Übersichtsseite und einen von der Detailseite. Beide Seiten haben einen grauen Balken. Also auf den ersten Blick kann man keine Besonderheiten erkennen.

Dann haben wir die markanten Linktexte (Texte, die nur aus einem einzelnen Suchbegriff bestehen eignen sich dazu natürlich nicht) einer Übersichtseite in Googles Suchschlitz eingegeben. Bei einigen Linktexten wurden die Übersichtsseite des Webkataloges und die Detailseite gefunden, bei einigen wurden jedoch nur die Detailseiten gefunden und einige Linktexte wurden gar nicht gefunden. Die Einträge waren alle mehrere Monate alt, sodass der Spider sicher schon einmal da war.

Eine generelle Aussage, dass ein Eintrag aus diesem Webkatalog zählt oder nicht kann also anhand dieses Testes nicht sofort gemacht werden. Grundsätzlich kommt man zu der Annahme, dass die Verknüpfungen zum grössten Teil gewertet werden.

Nach dieser Erkenntnis haben wir die Einträge untersucht, bei denen der Ankertext nicht gefunden wird. Zuerst dachten wir an einen Filter, der auf der Zielseite liegt. Da diese Zielseite aber gut mit pr bestückt war haben wir dieses ausgeschlossen. Liegt der Fehler also doch auf Seiten des Webkataloges? Es konnte jetzt eigentlich nur noch an der Detailseite liegen.

Die Detailseiten der Einträge, die gefunden wurden, waren recht unauffällig. Sie hatten zusätzlich zum Anreißer von der Übersichtsseite kurze bis mittellange Texte. Der Anreißer ist zugleich Titel der Detailseite. Weiterer zusätzlicher Text, der auf allen Detailseiten des Kataloges gleich ist hält sich in Grenzen. Metatags im head gibt es nicht (mehr?). Weder description noch keywords sind vorhanden.

Als wir uns nun eine Detailseite ansehen die nicht mit dem Ankertext im Index gefunden wird, bestätigt sich unsere Vermutung. Diese Detailseite hat zum Anreißer, der ja schon auf der Übersichtsseite steht und gleichzeitig Title der Detailseite ist, keinerlei zusätzlichen Text, ist somit für Google scheinbar leer und fällt wahrscheinlich unter den dc-Filter.

Das Fazit daraus ist für uns, dass es nicht unbedingt am grauen Balken der Eintragsseite liegt, wenn ein Eintrag aus einem Webkatalog nicht zählt, sondern auch am Fleiss des Eintragenden selbst. Der Katalogbetreiber sollte hier nur Einträge freischalten, wenn auch genügend Text für die Detailseite eingereicht wird. Auch dafür haben wir einige Beispiele gefunden, wo diese Taktik bereits praktiziert wird. Das Abschalten der Detailseiten, die nicht genügend Kontent besitzen, wäre eine zusätzliche Alternative aber wahrscheinlich nicht problemlos möglich.

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