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Kaum brauchbare Suchergebnisse

21.01.2013

Seit knapp zwei Jahren finden wir über Google kaum noch brauchbare Ergebnisse. Mit dem ausrollen des Panda-Updates 2011 wurden die Suchergebnisse in vielen Bereichen, für unser Empfinden, zunehmend schlechter. Auch wenn Googles Sprachrohr Matt Cutts und Amit Singhal da anderer Meinung sind. Klar - Webseiten mit Dialern gibt es zumindest auf den vorderen Positionen nicht mehr aber informative Suchergebnisse auch nicht.

Sogar gespinnte Texte, in denen hinter fast jedem Wort, im völlig zusammenhangslosen Text, ein Verweis liegt, finden wir jetzt sehr oft und das bei Suchbegriffen, die nicht im Geringsten mit Seo oder Moneysuchbegriffen zu tun haben. Deshalb suchen wir, vor allem privat, nicht mehr so oft über Google, sondern besuchen gleich uns bekannte Foren um Hilfe zu erhalten. Bestes Beispiel und nur eines von vielen, sind PC-Fehlermeldungen. Hier haben wir in letzter Zeit nur noch Beiträge gefunden, in denen es nur die Fehlerbeschreibung ohne Antworten gab. Beiträge in denen die Fehler erfolgreich behoben wurden, sind dagegen fast gar nicht mehr zu finden. Vom Alter der Beiträge ganz zu schweigen. Vier bis sogar acht Jahre alte Berichte sind wirklich keine Seltenheit. Bekamen wir früher meist bei der ersten Suchanfrage eine Liste brauchbarer Antworten, so klappt dies jetzt sehr oft auch beim x-ten Versuch nicht mehr. Inzwischen geben wir aus lauter Verzweiflung schon ganze Sätze in den Suchschlitz ein, da uns oft die Synonyme für alternative Suchbegriffe ausgehen. Aber auch dann ist meistens Fehlanzeige. Dieses Phänomen konnten wir auf unseren Seiten auch beobachten. Kamen früher die Besucher über einen Suchbegriff oder zweier Kombis, kommen sie jetzt oft mit ganzen Sätzen.

Ob dies gewollt ist, weil Google keinen Wert mehr auf die Gunst der Ottonormalsucher legt können wir nicht sagen. Natürlich sind Themen die den Massenmarkt abdecken und die für reichlich Traffic sorgen sehr spamanfällig. Gleich alles aus diesen Bereichen als Spam auszufiltern kann doch nicht wirklich der richtig Weg sein. Weshalb gespinnte Texte konsequenterweise nicht ebenfalls ausgefiltert werden ist uns völlig schleierhaft. Bei auftretenden Fragen hörte man noch vor ein paar Jahren "Frag doch mal Google." und man bekam tatsächlich passende Antworten. Heute ist daran schon kaum noch zu denken. Dass es diese Antworten im Internet nicht mehr gibt, ist anhand der vorhandenen Milliarden von Webseiten schwer vorstellbar.

So langsam sollten die vielen Updates, die inzwischen installiert wurden auch ihre Wirkung zeigen. Vielleicht waren die inzwischen ausgefilterten Spamseiten doch nicht so schlecht. (Wie auch immer festgelegt wird wo Spam eigentlich beginnt. Auch der zweitausendste Dachdecker kann die Beschreibung zur Deckung eines Daches bei einem Einfamilienhaus kaum so einzigartig gestalten, dass Google diese am Ende nicht als Spam einstuft. Trotzdem möchte auch er in der heutigen Zeit über das Internet gefunden werden, wenn er nicht nur in einem sehr begrenzten Umfeld tätig sein will.) Auch wenn sehr viel DC in den Serps zu finden war, bekamen wir früher doch wenigstens eine Reihe von Antworten mit denen sich unsere Fragen beantworten ließen. Es sollte doch auch heute noch möglich sein, wenigstens ein passendes Ergebnis zur jeweiligen Suchanfrage auszugeben und nicht alles komplett auszufiltern. Wobei ein Liste zur Auswahl auch nicht zu verachten ist.

Schon lange klicken wir nicht mehr nur auf das erste Ergebnis, sondern wählen anhand der url, dem title und der description aus. Dabei ist uns jedoch aufgefallen, dass noch vor etwa einem Jahr ab Position fünfzig brauchbare Ergebnisse erschienen. Diese fehlen inzwischen auch. Was auf den ersten fünf Positionen nicht gefunden wird kommt auch weiter hinten nicht mehr und eine neue Suche mit anderen Begriffen muss gestartet werden. Vielleicht müssen wir uns aber auch nur noch etwas gedulden. Das nächste Update kommt bestimmt in wenigen Tagen und hält schon die nächste Überraschung bereit.

Mit einzigartigen Inhalten könnte der Teil des Internets, welcher über Suchmaschinen erreichbar ist, in Zukunft auf einen ziemlich kläglichen Rest zusammenschrumpfen. Eigentlich braucht man zu jedem Begriff nur die eine richtige Antwort, dem Monopol werden somit die Türen geöffnet. Dass eine solche Entwicklung nicht richtig sein kann, sollte jedem Entwickler von Suchmaschinen klar sein.

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