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Macht das Eintragen von Webseiten in Webverzeichnisse noch Sinn?

Seitdem Webverzeichnisse aller Art an pr verloren haben und ihre Unterseiten nur noch graue oder bestenfalls weiße Balken besitzen, hört man diese Frage sehr häufig. Dabei hängt es in erster Linie von den Zielen ab, die Sie verfolgen, wenn Sie Ihre Webseiten in Webkataloge eintragen lassen. Die drei wichtigsten Ziele lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Ihre Webseiten sollen:

  1. mehr pr bekommen

    Eine Erhöhung des pr durch Katalogeinträge ist heute kaum noch möglich.

  2. mehr Besucher bekommen

    Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber die Besucherzahl, die neben den robots den Weg über ein Webverzeichnis auf Ihre Seiten findet, wird sich sicher in Grenzen halten und gegen Null gehen.

  3. gut gefunden und bekannter werden

    Auch dies ist nur indirekt über Verzeichniseinträge möglich. Die meisten Besucher kommen über Suchmaschinen auf die Webseiten. Neue Homepages können jedoch nur in den Index der Suchmaschinen gelangen, wenn andere Webseiten auf sie verweisen und diese den Suchmaschinen bereits bekannt sind. Das klappt über Einträge in qualitativ hochwertigen Webverzeichnissen recht gut.

Unsere Ausgangsfrage wäre also beantwortet. Als Grundausstattung mit Verweisen und in erster Linie um die Suchmaschinen auf eine neue Homepage aufmerksam zu machen sind Webkatalogeinträge nach wie vor durchaus sinnvoll. Achten Sie auf redaktionell geführte, qualitativ hochwertige Verzeichnisse, und treffen Sie auf alle Fälle eine Vorauswahl, in welchen Verzeichnissen Ihre Homepage gelistet werden soll. Tragen Sie diese nicht in jede Bannerwüste und jeden Spamkatalog ein, der Ihnen über den Weg läuft. Eine Abstrafung ihrer Seiten könnte die Folge sein. Wenn Ihre Seiten nur in schlechten Katalogen oder Verzeichnissen gelistet sind, wirft es kein gutes Licht auf sie.

Negative Folgen durch Webverzeichniseinträge

Spammails

Dass Webverzeichnisse nicht ausschließlich zur Listung und Bekanntmachung der eingetragenen Homepages eingesetzt werden möchten wir hier kurz erwähnen. Einige Verzeichnisbetreiber verdienen über Werbeeinblendungen ihr Geld andere nutzen zusätzlich die Daten, welche bei der Anmeldung einer Homepage im Katalog oder Verzeichnis angegeben werden müssen, um anschließend Spammails zu versenden. Damit sind nicht die Anmeldungs-e-Mails und Eintrags-e-Mails gemeint, welche ja durchaus Sinn machen. Wenn Sie über den Eintrag im Katalog informiert werden ersparen Sie sich das zeitaufwendige Suchen ob Ihre Homepage auch eingetragen wurde. Werden beispielsweise im Eintragsformular eines Webkataloges sehr viele Daten abgefragt und besteht ein Zwang diese Daten auch einzutragen, da sonst die Anmeldung nicht bearbeitet wird, sollten Sie genau überlegen, ob ein Eintrag in diesem Webkatalog wirklich wichtig ist oder vielleicht das Risiko, des eventuellen Mißbrauches der Daten, den Nutzen übersteigt.

Adresshandel - Werbetelefonate und Werbebriefe

Auch mit vermehrten Werbetelefonaten und vermehrt per Post gelieferter Werbebriefe können Sie nach der Anmeldung in Webkatalogen genervt werden. Die bei der Anmeldung eingetragenen Adressen sollen sich auch sehr gut verkaufen lassen ;-). Auch wenn lt. Datenschutz der Handel mit Adressen in Deutschland offiziell verboten ist, wird doch bei vielen Gelegenheiten rege davon Gebrauch gemacht.

Nebenwirkungen dieser Art sind natürlich sehr unerfreulich und auch der Ruf der ehrlich arbeitenden Katalogbetreiber leidet darunter. Ein wirksames Mittel gegen diese Spammethoden haben wir nicht gefunden, auch kein direktes Erkennungsmerkmal um diese Kataloge zu meiden. Wir möchten auch beileibe nicht jedem Webkatalogbetreiber, der die komplette Adresse bei der Anmeldung abfragt unterstellen, dass er diese zum Weiterverkauf benötigt. Es kann jedoch ein Hinweis darauf sein. Von der anderen Seite betrachtet, sieht die Lage nicht viel besser aus. Nicht alle Webmaster, die Seiten eintragen sind ehrliche Menschen und so ist es aus Sicht der Webkatalogbetreiber nicht verkehrt, für den Fall, dass es Probleme mit der angemeldeten Homepage gibt, etwas mehr als eine E-Mail-Adresse zu besitzen.

Fazit: Die einzige Möglichkeit, den hier beschriebenen Spammethoden komplett zu entgehen wäre, Webverzeichnisse zu meiden. Suchmaschinenoptimierer können für ihre betreuten Webprojekte sich nicht komplett auf Verzeichniseinträge verzichten. Ein genaues Betrachten des jeweiligen Webkataloges und ein paar Recherchen zum Betreiber sind in jedem Fall anzuraten.

Eine Chance für gute Webkataloge

In den letzten Jahren haben wir uns sehr viele Webverzeichnisse angesehen und sind der Meinung, dass es durchaus noch einige Webkataloge gibt die gutes Potential besitzen. Katalogbetreiber, die an ihren Projekten hängen werden dies sicher erkennen und die Entwicklung ihres Verzeichnisses in die richtige Richtung lenken.

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